Die Schotten und ihr Kilt

Ein Kilt hat immer das typische Karomuster. Der Fachbegriff hierfür heißt Tartan. Jeder Clan hat seinen eigenen Tartan. Es gibt dazu zwar keine rechtliche Grundlage, was das Tragen eines bestimmten Karomusters anbelangt, aber die Angehörigen eines Clans sehen es gar nicht gerne, wenn Fremde ihren Tartan tragen. Da der Kilt heutzutage weniger als Alltagskleidung getragen wird, ist dieses Problem etwas in den Hintergrund getreten. Der Kilt ist eher eine Festtagskleidung geworden.

Anhänger der schottischen Fußballmannschaft kleiden sich gerne mit einem Kilt. Kilts werden in unterschiedlichen Stoffqualitäten und Stoffgewichten hergestellt. Einen traditionellen und schweren Kilt trägt ein Schotte bei formellen Anlässen. So einen Kilt nennt man full weight worsted. Für den Tagesgebrauch gibt es zudem einen etwas leichtgewichtigeren Kilt, der von den Schotten als casual bezeichnet wird.

Wie es mit allem ist, macht die Moderne auch vor einem Kilt nicht halt. So genannte Designer Kilts sind etwas billigere Kilts, die meist aus einem Baumwollstoff gearbeitet werden. Materialien wie Leder oder Polyester werden ebenfalls zu einem Kilt verarbeitet. Für einen modernen Kilt braucht man weit aus weniger Stoff als für einen traditionellen gefertigten. Da kann man bis zu vier Meter Stoff sparen.

Es kann sich bestimmt jeder vorstellen, dass so ein billiger Kilt leichter anzuziehen ist, als ein traditioneller Kilt. Der traditionelle Kilt wird zum Teil gewickelt. Dieser wiederum ist gegen einen Kilt aus dem 18. Jahrhundert ein leichtes. Da wurde ein Kilt nur gewickelt. Diese Kunst beherrschen nur noch sehr wenige. Während der Kilt eigentlich nur von Männern getragen wird, sieht man zunehmend auch Frauen in einer etwas abgewandelten Form.





Kilt